Zwei Hochlandrind-Kälber

Seit letzter Woche bin ich stolze Besitzerin von zwei schottischen Hochlandrindern. Ich wohne am Stadtrand in einer Mietwohnung und besitze keinen Stall, aber dafür einen Tiefkühler. Wer jetzt stutzig geworden ist, den muss ich darüber aufklären, dass es hier weniger um “Besitz” im Sinne von “Betreuung” sondern mehr im Sinne von “mieten” oder “leasen” geht. Es handelt sich nämlich um eine witzige und gesunde Investment-Idee in Form von “Kuh-Aktien”.
Ich kaufe also während 10 Jahren eine Kuh (2500.- CHF) und stelle sie natur-konkret.ch zur Nutzung zur Verfügung. Seit 1997 beweidet Natur-Konkret mit Schottischen Hochlandrindern Weideflächen im Tessin. Ohne Bewirtschaftung würden diese Flächen verbuschen und verwalden, wodurch diverse Tierarten ihren Lebensraum verlören. Als Dank, bzw. Return on Investment erhalte ich während 10 Jahren jährlich Fleisch im Wert von 350.- CHF. Nicht irgendein Fleisch sondern garantiert grasgefüttertes, glückliches, aussichtsverwöhntes Rindfleisch aus der schweizerischen Sonnenstube. Gleichzeitig tue ich dabei etwas gutes für die Erhaltung der Artenvielfalt und ermögliche die etwas teurere Haltung von den Hochlandrindern auf den Tessiner Alpen.
Für mich ein Win-Win. Die Produktionsvorschriften sind strenger als die Biorichtlinien (mehr Infos dazu hier.) und bis jetzt ist dies die einzige nicht “Direkt ab Hof”-Quelle in der Schweiz, die ich für 100% grasgefüttertes Fleisch kenne.
Wieso spielt Grasfütterung für Paleo überhaupt eine Rolle? – Wer mehr gutes Essen bekommt isst weniger JunkFood. Dies gilt für uns, aber auch für Kühe. Wenn sie genug Gras zu fressen bekommen um ihren Kalorienbedarf zu denken, braucht man sie nicht mit Kraftfutter (erinnert ihr euch an das verfütterte Tiermehl zu BSE-Zeiten?) aufzufuttern. Grasgefütterte Kühe essen, wozu sie genetisch bestimmt sind, leben dadurch gesünder, da sie mehr draussen sind und tierfreundlicher gehalten werden und dies zeigt sich in einem Qualitätsvorteil des Fleisches. Wissenschaftlich definiert entspricht diese Qualität einem besseren Verhältnis der Omega-6-zu-Omega-3 von grasgefütterten Tieren versus den herkömmlichen Mastrindern. Keine Angst, falls euch das noch spanisch vorkommt. Mehr zum Vorteil der Grassfütterung und dem Omega-3-zu-Omega-6 Verhältnis erfahrt ihr bald an dieser Stelle.
Danke fürs Lesen,
Eure stolze Kuhbesitzerin

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5 Responses to “Wieso ich zwei Hochlandrinder “besitze””

  1. Option Steinzeiternährung? | Die Fuchtelkönige Says:

    [...] das Blog Survival Of The Primal ist ein Besuch wert. Neben zahlreichen Informationen und persönlichen Geschichten, findet man hier auch sehr gute Rezepte zum Thema [...]

  2. Johnnyr Says:

    Die sehen ja echt knuffig aus fast zu schade zum essen, sind aber bestimmt lecker. Rent a Kuh!

  3. Linda Says:

    Hallo Johnnyr,

    Ja, knuffig sind sie. Einen persönlichen Besuch habe ich ihnen bis jetzt noch nicht abgestattet – aus gutem Grund… Aber mit der Aktie bekommt man die Garantie, dass die “gemietete” Kuh nicht geschlachtet wird. ;-)
    Gruss, Linda

  4. Gesünder leben mit der Steinzeiternährung | Pooly.net Says:

    [...] das Blog Survival Of The Primal ist ein Besuch wert. Neben zahlreichen Informationen und persönlichen Geschichten, findet man hier auch sehr gute Rezepte zum Thema [...]

  5. Survival Of The Primal » Blog Archive » Meatza – eine Pizza, mit viel “Fleisch am Knochen” Says:

    [...] Tieres). Auch hier lohnt es sich, auf gute Qualität zu setzen. Wir haben Hackfleisch unserer Hochlandrinder mit herkömmlichen verglichen. Das Votum fiel einstimmig [...]

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