Die Zone – und der Unterschied zu Paläo
February 5th, 2013 by Linda Posted in Wissenschaftliches
Falls ihr schon ein bisschen durch das Internet gesurft seid auf der Suche nach guten Paläo Rezepten oder einer Liste, welche Nahrungsmittel man “darf” oder “nicht darf”, dann seid ihr vielleicht mal über die “Zone” Ernährung gestolpert. Doch was ist die Zone genau und wie unterscheidet sie sich? Ein kleiner Blick ins Wikipedia:
Die Sears-Diät, auch Zone-Diät genannt, ist eine vom US-amerikanischen Biochemiker Barry Sears eingeführte Diät, die zur Gewichtsreduktion und zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit beitragen soll. Sears entwickelte eine komplexe Theorie zur optimalen Ernährung des Menschen, die seiner Diät zugrunde liegt. Die Ernährung nach Sears besteht zu jeweils 30 Prozent aus Fett und Eiweiß und zu 40 Prozent aus Kohlenhydraten.
Habt ihr euch schon einmal überlegt, wieviel Mühe sich Wissenschaftler geben um Tieren im Zoo die optimale Ernährung zu geben? Z.B. die Pandas – anscheinend höchst sensible Tiere, die nur bei der richtigen Ernährung überhaupt in Gefangenschaft gehalten werden können. Wieso macht man sich eigentlich bei Tieren soviele Gedanken, aber bei uns Menschen nicht…? Dessen hat sich Dr. Sears angenommen und einmal gründlich untersucht, welche Nahrungsmittel bei uns die optimale “Hormonreaktion” hervorrufen. Dies ist die “Zone” – der Bereich in dem wir am leistungsfähigsten, am konzentriertesten und am gesündesten sind. Glückliche Pandas sozusagen.
Interessant ist noch, das Sears gar nicht nach einer Diät suchte, sondern eigentlich ursprünglich mit natürlichen Supplementen wie Fischöl experimentierte – aber zurück zum Hauptthema: Die Zone definiert wie Paläo “gute” und “schlechte” Nahrungsmittel – setzt hier aber eine Klammer. Da, wie Paracelsus schon sagte, “die Dosis das Gift macht”. In den richtigen Mengen genossen, darf man also auch “schlechte” Nahrungsmittel zu sich nehmen.
Doch wie weiss man genau wieviel? Sears hat das Ganze etwas vereinfacht, indem er für alle Nahrungsmittel eine Grösseneinheit eines “Blocks” definiert, die genau diesen 30, 30, 40 Prozent des Kalorienbedarfs entspricht.
Sears empfiehlt die Einnahme von drei Haupt- und zwei Zwischenmalzeiten, um möglichst immer im „Optimum“, der “Zone” zu bleiben. Bei jeder Mahlzeit müssen Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate, die drei Nährstoffblöcke, in einem bestimmten Verhältnis zueinander stehen. Der Nährstoffblock-Bedarf muss individuell berechnet werden.
Dies führt mit sich, dass man zu beginn relativ viel messen und berechnen muss. Doch es lohnt sich, es mal zu testen, schon nur um ein Verhältnis zu finden. Für mich war es ein echter Augenöffner, wieviel Gemüse ich eigentlich essen müsste. Der Hauptunterschied zu Paläo ist, dass man ein bisschen weniger Flexibilität hat, was die Essensmenge betrifft. (So kann man nicht nach Lust und Laune ein grosses Steak verschlingen) Aber hungrig geht man auch nicht nach Hause und dafür ist man etwas flexibler wenn man sich mal ein Glas Wein oder Dessert gönnen möchte – ja, das ist alles drin! Einfach in Massen. So darf man entscheiden, ob man lieber 500g Broccoli oder 1 Reihe Schokolade essen will. Qualität oder Quantität? ![]()
Das Buch welches Sears zur Zone Ernährung geschrieben hat ist sehr lesenswert und ich kann es allen nur empfehlen. Die Resultate seiner Studien sind erstaunlich – oft so erstaunlich, dass sie fast unglaubwürdig sind.
Letztendlich muss jeder für sich selbst ausprobieren und entscheiden, was ihm gut tut. So kann ich euch nur raten, euch zu informieren und es mal auszuprobieren. Über meinen Test berichte ich euch gerne im nächsten Post.
Viele Grüsse
Linda








