February 28th, 2012 by Linda Posted in Paläo 1x1

Nur ein paar kleine, wichtige Regeln
Die Paleo-Diät ist keine Religion – wie das Bibelwerk haben wir Hinweise und Überlieferungen wie es früher war, aber die Interpretation in die Neuzeit ist unsere Aufgabe. Aus diesem Grunde entstehen verschiedene Richtungen: z.B. die strikten Paleo Vertreter welche Milchprodukte und fettiges Fleisch, sowie Nachtschattengewächse wie die Tomate ausschliessen. Oder die “Primal” Vertreter (berühmtester ist Mark Sisson), welche etwas lègerer mit Milchprodukten umgehen, oder die “Zone” Vertreter, welche noch ein Punktesystem für die unterschiedlichen Nahrungsmittel einführen. Aber es gibt Grundregeln, welche bei allen drei Richtungen gleich sind. Hier sind sie kurz zusammengefasst:
Keine verarbeiteten Lebensmittel:

Ein Chicken Nugget - oder was ist sonst drin?
- Wenn es über 2 Monate lang haltbar ist, solltest du es nicht essen. Punkt. Kein natürliches Lebensmittel hält solange ohne E-Nummern, Antioxidanzien, Salze oder Zuckerzusatz…
- Wenn du durch Anschauen nicht mehr sagen kannst, woher es kommt oder was es ist, dann ist es nicht essbar. - Aus welchem Teil des Huhns ist denn der Chicken Nugget, wieviel Leber hat’s in der Leberwurst? Du willst es nicht wissen (ansonsten google “Jamie Oliver” und “Chicken Nuggets”…), also iss es auch nicht.
Die Gemüse Regeln: Read the rest of this entry »
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February 27th, 2012 by Rolf Posted in Hauptgericht, Rezept, Rezepte, Uncategorized

Meatza - schon beinahe gegessen.
Pizza – aber ohne Teig
So könnte man wohl die Meatza (eine Mischform zwischen dem englischen meat - also Fleisch – und der italienischen Pizza) bezeichnen.
Dieses Rezept ist eher von der einfacheren Art – was das Zubereiten angeht. Wie aber bei der originalen Pizza reduziert dies aber bei weitem nicht das Genusspotential! Die Meatza ist einfach lecker
. Die Motivation ist wohl jedem der Leser klar: Ohne auf Getreideprodukte zu bauen (oder zu belegen), will man trotzdem in den Genuss eines Gerichtes kommen, das so lecker ist, wie die Pizza.
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February 26th, 2012 by Linda Posted in Fitness

Blick in eine typische Crossfit-Stunde
Als Mitglied der Paleo Community strauchelt man früher oder später über die Sportart CrossFit. Doch wieso – und was ist CrossFit eigentlich? – CrossFit ist ein Kraft- und Konditionstraining welches den externen Betrachter auf den ersten Anblick an die militärischen Trainings-Drills aus “Die Akte Jane” oder an Wehr- und Volksturnen des frühen 20. Jahrhunderts erinnert. Das Besondere besteht darin, das man sich nicht spezialisiert oder auf eine Trainingsart konzentriert, deshalb ist es auch schwierig zu beschreiben.
CrossFit-Trainingseinheiten variieren ständig, die sogenannten WODs (workout of the day) beinhalten grundsätzlich funktionelle Übungen, die mit hoher Intensität ausgeführt werden. Dabei bedient sich CrossFit Übungen aus verschiedenen Disziplinen und Sportarten wie zum Beispiel aus dem olympischen Gewichtheben, aus der Leichtathletik oder aus dem Turnen. So manch einer findet sich Angesicht zu Angesicht mit den Alpträumen der Grundschulturnstunde: zB. Klimmzug, Liegestütz, Rumpfbeugen, Kniebeugen, Handstand, Medizinbällen schmeissen und Seile hoch klettern… Die berühmtesten Kombinationen dieser Übungen werden mit fiesen, harmlos klingenden Frauennamen wie “Angie”, “Barbara”, “Cindy”, “Grace”, “Linda”, “Helen” oder “Fran” bezeichnet – was zu zweideutig zu verstehenden Insider-Sätzen wie: “Gestern hat mir’s Barbara so richtig gegeben.” oder “Gestern habe ich Fran in unter 4min erledigt.” führt und dem Ganzen den Anschein einer kleinen Geheimcommunity gibt…. Read the rest of this entry »
February 24th, 2012 by Rolf Posted in Bezugsquellen, Paläo 1x1, Ziele, Zucker
Die Odysee
Zu Beginn eines jeden Unterfangens steht meist die ungetrübte (realitätsfremde?) Vorstellung, wie man das Ziel erreichen kann und will. Wir nennen diesen Zustand Theorie. Beginnt man dann aber mit der Verwirklichung, schlägt einem oft die Praxis ins Gesicht. Warum sollte es bei der Steinzeiternährung anders sein!
Hier ein kleiner Realitätsreport über die Tücken im Alltag des vermeintlich einfachen Steinzeiternährungsplans.
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February 21st, 2012 by Linda Posted in Hauptgericht, Rezept

Grüne Curry Paste
Curry Paste lässt sich sehr einfach selbst machen und gehört in jede Vorratskammer! Mit 3 Löffeln davon, etwas Fleisch und 2dl Kokosnussmilch lassen sich würzige, abwechslungsreiche und sehr einfache Gerichte in Windeseile zubereiten. Ein Beispiel ist unser Video-Rezept mit dem Geflügel-Curry - mit hausgemachtem Curry kontrolliert ihr nicht nur die Zutaten (zB dass kein Zucker drin ist…), hausgemacht schmeckt sowieso viel besser und frischer.
Da die Paste lange haltbar ist, mache ich jeweils ca. 2 Konservengläser davon. Hinweis: Du brauchst dazu einen guten Mixer, denn der Ingwer und das Zitronengras sind ziemlich zäh! Ich meine es ernst: meine erste Paste machte ich mit einem Retro-Design Mixer wie diesem hier:
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February 19th, 2012 by Linda Posted in Paläo 1x1
Habt ihr euch auch schon gefragt, wie Aussenstehende die “Paleo-Diet” sehen? Jetzt habt ihr die Antwort:

Ich hoffe es ist selbsterklärend, für Interessierte oder Herein-Geschneite Leser hier ein kurzer Abriss:
1. Wie unsere Freunde unser Essen sehen: viele sind geschockt an der Menge Fleisch und Fett. Die Ernährungslüge “Fett macht Fett”-hält sich hartnäckig!
2. Wie unsere Eltern unser Essen sehen: Sie sehen immer nur alles, was wir nicht essen dürfen oder beim Familien-Fest auf dem Teller stehen lassen. Natürlich kriegen wir dafür ab und an einen kritischen Blick…
3. Für die Gesellschaft ist unser Essen einfach nur steinzeitlich. So müssen wir uns natürlich auch verhalten.
4. Unsere Arbeitskollegen sehen uns entweder nicht beim Essen, oder wundern sich nur darüber, was wir wieder Spezielles eingepackt haben. Denn mit Ihnen an der Imbissbude oder beim Italiener vorbeizugehen ist einfach oft nur zwecklos.
5. Wir sähen unser essen natürlich gerne so wie es sein sollte: ausgwogen, frisch, biologisch, grassgefüttert… in Wahrheit…
6. …blickt uns allzu oft das Kohlenhydrat-Monster ganz tief in die Augen. Wegrennen oder Aufressen…? Das ist die tägliche Frage.
(Das Bild Freunden mailen, Facebooken, twittern oder anderweitig zu teilen ist ausdrücklich erlaubt!)
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February 16th, 2012 by Linda Posted in Bezugsquellen, Paläo 1x1, Wissenschaftliches
Regel Nr. 1 der Paleo-Diät ist es, keine giftigen Stoffe zu essen. “Giftig” im weiteren Sinne sind aber nicht nur die angebauten Getreide- und Hafersorten, sondern auch Gemüse – wenn es mit Pestiziden behandelt wurde. Deshalb sollte man wo immer möglich auf Bio-Gemüse und Früchte zurückgreifen. Leider ist dies nicht nur teurer, sondern schränkt oft die Auswahl sehr stark ein. Klar muss es nicht immer Bio sein – so sollte man sicher lieber eine nicht-Bio Karotte als ein Baguette essen. Ausserdem stehen wir bei “Survival of the Primal” für einen Paleo Ansatz, bei dem wir versuchen das Beste aus den heutigen Begebenheiten zu machen, ohne gleich in Panik zu geraten wenn wir nicht 100% nach den wissenschaftlichen Grundsätzen leben. Denn ganz ehrlich: wie realistisch ist es eine Ernährung langfristig durchzuziehen, wenn die Lebensmittel dazu kaum beschaffbar und dadurch sehr einseitig in der Auswahl sind?
Deshalb die grosse Frage hier: Muss denn alles Bio sein? Im Idealfall: ja. Wenn das Obst oder Gemüse ungeschält gegessen wird auch eher ja. Aber wenn es hart auf hart kommt, gibt es einige Gemüse, die schädliche Pestizide des herkömmlichen Anbaus viel stärker absorbieren als andere Früchte - wenn wir diesein der nicht-Bio Form vermeiden, haben wir 80% des Effektes schon erreicht. Hier eine kleine Zusammenstellung der wichtigsten Biolebensmittel: Read the rest of this entry »
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February 14th, 2012 by Linda Posted in Hauptgericht, Rezept
Europa ist eine einzige Eiskammer – umso gefragter sind nun wärmende Gerichte. Doch wie ersetzt man bei Eintopf & Co. die nicht-paläo Zutaten? Hier ist oft etwas Kreativität und auch Mut gefordert.

Das klassische Raclette
Wenn es schon so kalt ist, was gibt es Besseres als während dem Essen einen wärmenden Ofen vor sich zu haben? Deshalb haben wir uns an den Schweizer Winterklassiker Raclette gewagt. Klassischerweise sind dies nur mit Käse überbackene Kartoffeln und fade, vitamin-entleerte Glasgemüse wie Essiggurken und Silberzwiebeln. Doch mit einer kleinen Adaption ist dieses Gericht nicht nur wintertauglich, sondern auch noch einigermassen gesund! Die Keine-Milchprodukte Paläos unter euch müssen leider den nahrhaften Käse weglassen – oder einen Ausnahmetag machen – man muss ja nicht gleich Diät machen, sondern sollte sich noch “ernähren”.
Es lohnt sich auf jeden Fall! Hier ist das Rezept:
Zutaten:
- 400g Raclettekäse
- 300g Hackfleisch
- 0.5 Zwiebel
- 2 Eier
- 1 Zucchini
- 1 Peperoni
- Champignons, Broccoli oder Beilagensalat nach Geschmack
Zubereitung:

Die Hackfleisch-"Bällchen"
Zwiebel fein hacken und mit Hackfleisch und den Eiern zu kleinen Meatballs formen. In einer Pfanne leicht anbraten. Falls der Raclette-Ofen über keine Grillplatte verfügt sogar ganz durch braten. Read the rest of this entry »
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February 1st, 2012 by Rolf Posted in Dessert, Rezept

Tiramisu
Über den Titel des heutigen Rezeptes hatte ich eine Weile nachdenken müssen. Für die pragmatische Überschrift entschied ich mich schlussendlich, weil ich jegwelche Kategorisierung oder Rangierung innerhalb der Gerichte vermeiden wollte. So spreche ich hier also nicht von einer “Sünde”, denn das würde es nicht treffen. Nichtsdestotrotz werde ich aber im kommenden Text genauer auf das Dessert, resp. dessen Inhaltsstoffe, eingehen.
Streng paleo ist dieses Rezept nicht – das muss ich zu Beginn hinzufügen – die Milchprodukte passen nicht ganz, der Süssstoff noch weniger. Während man auf Mascarpone jedoch kaum verzichten kann für ein Tiramisu, so kann man den (künstlichen) Süssstoff gerne gegen z.B. Honig austauschen.
Am einfachsten passt diese Mahlzeit jedoch in den Ernährungsplan an den so genannten “Ausnahmetagen”, ohne eine grosse Ausnahme zu sein
Lange Rede, kurzer Sinn: fangen wir an zu “kochen”. Read the rest of this entry »
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January 25th, 2012 by Linda Posted in Bezugsquellen, Persönlich

Zwei Hochlandrind-Kälber
Seit letzter Woche bin ich stolze Besitzerin von zwei schottischen Hochlandrindern. Ich wohne am Stadtrand in einer Mietwohnung und besitze keinen Stall, aber dafür einen Tiefkühler. Wer jetzt stutzig geworden ist, den muss ich darüber aufklären, dass es hier weniger um “Besitz” im Sinne von “Betreuung” sondern mehr im Sinne von “mieten” oder “leasen” geht. Es handelt sich nämlich um eine witzige und gesunde Investment-Idee in Form von “Kuh-Aktien”.
Ich kaufe also während 10 Jahren eine Kuh (2500.- CHF) und stelle sie natur-konkret.ch zur Nutzung zur Verfügung. Seit 1997 beweidet Natur-Konkret mit Schottischen Hochlandrindern Weideflächen im Tessin. Ohne Bewirtschaftung würden diese Flächen verbuschen und verwalden, wodurch diverse Tierarten ihren Lebensraum verlören. Als Dank, bzw. Return on Investment erhalte ich während 10 Jahren jährlich Fleisch im Wert von 350.- CHF. Nicht irgendein Fleisch sondern garantiert grasgefüttertes, glückliches, aussichtsverwöhntes Rindfleisch aus der schweizerischen Sonnenstube. Gleichzeitig tue ich dabei etwas gutes für die Erhaltung der Artenvielfalt und ermögliche die etwas teurere Haltung von den Hochlandrindern auf den Tessiner Alpen.
Für mich ein Win-Win. Die Produktionsvorschriften sind strenger als die Biorichtlinien (mehr Infos dazu hier.) und bis jetzt ist dies die einzige nicht “Direkt ab Hof”-Quelle in der Schweiz, die ich für 100% grasgefüttertes Fleisch kenne.
Wieso spielt Grasfütterung für Paleo überhaupt eine Rolle? – Wer mehr gutes Essen bekommt isst weniger JunkFood. Dies gilt für uns, aber auch für Kühe. Wenn sie genug Gras zu fressen bekommen um ihren Kalorienbedarf zu denken, braucht man sie nicht mit Kraftfutter (erinnert ihr euch an das verfütterte Tiermehl zu BSE-Zeiten?) aufzufuttern. Grasgefütterte Kühe essen, wozu sie genetisch bestimmt sind, leben dadurch gesünder, da sie mehr draussen sind und tierfreundlicher gehalten werden und dies zeigt sich in einem Qualitätsvorteil des Fleisches. Wissenschaftlich definiert entspricht diese Qualität einem besseren Verhältnis der Omega-6-zu-Omega-3 von grasgefütterten Tieren versus den herkömmlichen Mastrindern. Keine Angst, falls euch das noch spanisch vorkommt. Mehr zum Vorteil der Grassfütterung und dem Omega-3-zu-Omega-6 Verhältnis erfahrt ihr bald an dieser Stelle.
Danke fürs Lesen,
Eure stolze Kuhbesitzerin
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